Donald Young back to the roots: Mit Mama & Papa zum ersehnten Durchbruch?

23.07.2010 | 13:28 · (tennisnet)

Heute feiert Donald Young seinen 21. Geburtstag. Nach kurzer Verbands-Zugehörigkeit will er nun endlich in die Weltspitze. Und zwar mit seinen Eltern.

Bild: Tennisnet
Langzeit-Leader der Jugendweltrangliste, Sieger dreier Junioren-Grand-Slam-Turniere, 2007 im Alter von 18 Jahren jüngster Spieler in den ATP-Top-100, 2008 als Nummer 73 auf den Weg an die Spitze: Für Donald Young lief alles nach Plan. Von vielen Seiten wurde dem US-Amerikaner eine große Tennis-Karriere prophezeit. „Ein echtes Tennis-Juwel“, schwärmte damals John McEnroe. Den Durchbruch schaffte der Afroamerikaner allerdings nie. Heute steht Young auf Rang 105 in der Weltrangliste – Tendenz allerdings steigend. Mit dem Challenger-Finaleinzug in Aptos verbesserte sich der 21-Jährige um acht Plätze, konnte unter der Leitung seiner Eltern, Donald Sr. und Illona (beide ehemalige Tennisprofis), in dieser Saison bereits 89 Plätze gut machen.

Zwangs-Gastspiel bei Verband

Kurz vor den US Open 2009 erhielt Young einen Brief von der US Tennis Association. „Beende das Training mit deinen Eltern oder du verlierst unsere Hilfe“, so verstand es zumindest der damals 20-Jährige. „Es gab einen Brief“, bestätigte Tim Curry. „Seine Eltern wurden in diesem Schreiben allerdings nicht erwähnt“, so der Sprecher des amerikanischen Verbands weiter. Der Jungstar sollte sein Training von der Akademie seiner Eltern in Atlanta zum USTA-Stützpunkt in Boca Raton verlegen. Schließlich beugte sich Young dem Druck des Verbands und wurde Teil des USTA Player Development Teams.

2010 mit neuem Elan

Aus Unzufriedenheit beendete der Linkshänder nach wenigen Monaten sein Engagement in Boca Raton und kehrte zu seinen Eltern zurück. Die Erfolge Youngs, der Anfang des Jahres nur auf Position 194 der Weltrangliste stand, können sich seitdem sehen lassen: Australian-Open-Qualifikation (Out in Runde zwei gegen Hewitt), vier Challenger-Semifinali (Honolulu, Savannah, Ojai & Winnetka), ein Endspiel (Aptos) und ein Turniersieg in Carson stehen 2010 zu Buche. Aufgrund seiner guten Leistungen erhielt der 21-Jährige diese Woche bei seinem Heim-Turnier in Atlanta eine Wildcard. Nach seinem klaren 7:5, 6:0-Auftakterfolg über den Israeli Dudi Sela schied Young im Achtelfinale gegen Kevin Anderson aus Südafrika in zwei Sätzen aus. Durch die 20 gewonnenen Netto-Punkten hat der Weltranglisten-105 gute Chancen am Montag wieder unter den Top-100 im ATP-Ranking zu stehen.

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