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Australian Open: Irrer Comeback-Sieg von Clijsters beim Vorjahres-Finale

22.01.2012 | 07:41 · (tennisnet)

Die Belgierin wehrt in der Neuauflage des Melbourne-Finals vier Matchbälle ab und schlägt Li Na, die im dritten Satz zu spät aufwacht.

Bild: GEPA pictures

Was für ein Thriller und was für ein Comeback bei der Neuauflage des Damenfinals der Australian Open. Titelverteidigerin Kim Clijsters (WTA 14) ist mit einem Zittersieg und nach Abwehr von vier Matchbällen ins Viertelfinale eingezogen. Die Belgierin schlug Vorjahresfinalistin Li Na (WTA 6) mit 4:6, 7:6 (6), 6:4. Die Chinesin schenkte den Sieg dabei leichtfertig her.

Im Tiebreak des zweiten Satzes führte Li Na bereits mit 6:2 und hatte vier Möglichkeiten, das Match zu beenden. Beim vierten Matchball spielte die Chinesin einen leichten Angriffsball Clijsters in den Schläger, die mit einem Lob den Ausgleich zum 6:6 schaffte und wenig später den Satz für sich entschied.

Clijsters knickt um, Li Na mit 22 Punktverlusten in Folge

Vom Schock des Satzverlustes und des sicher geglaubten Sieges konnte sich Li Na zu spät erholen. In Windeseile ging Clijsters im dritten Satz mit 4:0 in Führung und machte dabei satzübergreifend 22(!) Punkte in Folge. Bei 5:1 schien das Match zugunsten der Titelverteidigerin gelaufen. Doch die Chinesin spielte sich mit dem Rücken zur Wand noch einmal ins Match zurück und schnupperte am Ausgleich zum 5:5. Mit dem zweiten Matchball verwandelte Clijsters nach 2:23 Stunden ihren zweiten Matchball zum Comeback-Sieg. Dabei stand die Belgierin sogar kurz davor, das Match frühzeitig zu beenden. Bei 3:3 im ersten Satz knickte sie leicht mit dem Knöchel um und musste sich tapen lassen.

"Ich kann gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe. Ich habe weiter gemacht, weil ich nicht wollte, dass mein letztes Spiel bei den Australian Open mit einer Aufgabe endet", sagte Clijsters im On-Court-Interview. Die Belgierin spielt nun in einem echten Schlager gegen die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki. Die Dänin bezwang die ihr mit 50 Eigenfehlern helfende Serbin Jelena Jankovic (WTA 13) mit 6:0, 7:5 und hat damit das zumindest nötige Viertelfinale erreicht, um die Chance aufrecht zu erhalten, nach Melbourne die Nummer eins der Welt zu bleiben.

Wozniacki holte sich gegen Jankovic in einem neunminütigen Marathon-Spiel gleich das Break zum 1:0 und spielte ihre Kontrahentin dann bis 6:0, 4:1 an die Wand. Als die 21-Jährige Möglichkeiten aufs 5:1 und 5:2 ausließ, wurde es nochmal knapp. Dem 5:3 folgte das 5:4, Wozniacki kam ans Ausservieren - und musste nach einem Matchball noch das Rebreak hinnehmen. Doch mit einem neuerlichen Aufschlagverlust von Jankovic wendete sich das Spiel wieder zu ihren Gunsten, im zweiten Versuch brachte sie das Match diesmal zu einem Ende.

Azarenka und Radwanska leicht und locker

Ohne Schwierigkeiten sind Victoria Azarenka (WTA 3) und Agnieszka Radwanska (WTA 8) in das Viertelfinale eingezogen. Beide spielen nun einen Halbfinalplatz aus. Azarenka bestätigte ihre starke Form mit einem glatten 6:2, 6:2-Sieg gegen die Tschechin Iveta Benesova (WTA 46). Der Weißrussin fehlen noch drei Siege zum ersten Grand-Slam-Titel sowie zur Übernahme der Weltranglistenführung.

Noch schneller machte es Radwanska in ihrem Achtelfinale gegen Julia Görges (WTA 23). Die Polin benötigte 54 Minuten für den glatten 6:1, 6:1-Sieg gegen die Deutsche und leistete sich dabei nur drei unerzwungene Fehler. Für Radwanska, die noch nie das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht hat, ist es die dritte Viertelfinalteilnahme in Melbourne. (Text: cab; Foto: GEPA pictures)

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