Fed Cup: Barthel sagt Rittner ab, Top-Trio in Frankreich dabei

18.01.2013 | 10:35 · (tennisnet)

Barbara Rittner wollte die 22-Jährige erstmals nominieren. Doch Barthel hat kein Interesse. Sie will sich auf die eigene Karriere konzentrieren.

Bild: Jürgen Hasenkopf

Angeführt von Topspielerin Angelique Kerber wollen die deutschen Damen am zweiten Februar-Wochenende in Frankreich den ersten Schritt Richtung Wiederaufstieg machen. Teamchefin Barbara Rittner nominierte für die Fed-Cup-Partie am 9. und 10. Februar in Limoges zudem Julia Görges, Sabine Lisicki und Doppelspezialistin Anna-Lena Grönefeld. Eigentlich hatte Rittner für die Begegnung erstmals Mona Barthel anstelle von Lisicki berufen wollen. Die 22-Jährige sagte der Bundestrainerin aber ab.

"Sie hat mir gesagt, dass ihre Einzelkarriere im Moment Priorität vor dem Fed Cup hat", sagte Rittner am Freitag in Melbourne. "Ich akzeptiere und respektiere ihre Entscheidung natürlich, nachvollziehen kann ich sie aber nicht", sagte die Teamchefin. "Ich bin sehr froh, dass alle anderen nicht so denken." Barthel hatte sich mit einem Halbfinal-Einzug in Auckland und der Final-Teilnahme in Hobart in den Fokus gespielt, auch wenn sie bei den Australian Open bereits in der ersten Runde ausgeschieden war. Rittner wollte der Schleswig-Holsteinerin deshalb zu ihrem Debüt im Fed Cup verhelfen, doch die Nummer 38 der Welt hat andere Pläne.

Kerber stellt Turnierplan für Fed Cup um

"Das ist ok, aber damit habe ich nicht gerechnet", meinte die Teamchefin. Rittner hatte Lisicki für das Spiel in der Halle auf Sand bereits abgesagt. Nach dem Verzicht von Barthel holte sie die zuletzt ihre Form suchende Berlinerin aber doch noch ins Team. "Ich ziehe den Hut davor, dass Sabine trotzdem sofort zugesagt hat." Während Barthel in der Woche vor dem Fed Cup in Paris spielen und direkt danach in Doha an den Start gehen will, haben die anderen Spielerinnen ihre Pläne für den Team-Wettbewerb extra umgestellt.

So verzichtet Kerber auf eine Titelverteidigung in Paris, um nach den kräftezehrenden Australian Open in Limoges ausgeruht zu sein. "Dabei hätte Angie als allererste das Recht gehabt, zu sagen, dass ihr der Fed Cup nicht in den Terminplan passt", meinte Rittner. Doch die Kielerin will wie Görges, Lisicki und Grönefeld den Abstieg des vergangenen Jahres wieder wettmachen. "Wir haben es selbst alle verbockt, jetzt wollen wir zusammen auch wieder raus", beschrieb Rittner das Wir-Gefühl. Fehlen wird in Limoges die am Knie verletzte Andrea Petkovic. Sollte das deutsche Team in Frankreich gewinnen, müsste es im April noch eine zweite Begegnung für sich entscheiden, um in die Weltgruppe zurückzukehren. (Text: dpa; Foto: Jürgen Hasenkopf)

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