Olympia: Federer kommt ins Schwitzen, Berdych gleich raus

28.07.2012 | 15:16 · (tennisnet)

Der Weltranglisten-Erste braucht drei Sätze gegen den Kolumbianer Alejandro Falla.

Bild: GEPA pictures

Roger Federer ist mit einem mühevollen Arbeitssieg in das olympische Tennisturnier in Wimbledon gestartet. Der Schweizer gewann in der ersten Runde gegen den Kolumbianer Alejandro Falla mit 6:3, 5:7, 6:3. Lange Zeit sah es nach einem klaren Sieg für Federer aus, der bei seinen vierten Olympischen Spielen endlich eine Medaille im Einzel gewinnen will – bevorzugt natürlich die Goldmedaille. Der Weltranglisten-Erste hatte bei 5:3-Führung im zweiten Satz bei Aufschlag von Falla drei Matchbälle am Stück. Der Kolumbianer wehrte alle Matchbälle ab und schaffte den Ausgleich zum 5:5. Federer vergab dann wieder drei Breakbälle am Stück zu einer 6:5-Führung und gab ein weiteres Mal seinen Aufschlag zum Satzausgleich ab.

"Fünf schlechte Minuten können einen das Turnier kosten", unterstrich Federer bereits vor Turnierstart. Und Federer sollte beinahe Recht behalten. Trotz eines frühen Breaks zum 1:0 im dritten Satz fand der 30-Jährige nicht mehr zu seiner spielerischen Souveränität zurück. Falla glich zum 2:2 aus und brachte dann sein anschließendes Aufschlagspiel zur 3:2-Führung durch. Es roch nach Sensation, und Erinnerungen wurden wach an das Wimbledonturnier 2010, als Falla in der ersten Runde mit 2:0-Sätzen gegen Federer geführt hatte und im vierten Satz sogar zum Match serviert hatte.

Federer jetzt gegen Benneteau

Doch der Weltranglisten-Erste konnte in der matchentscheidenden Phase alle wichtigen Punkte in den langen Grundlinienduellen für sich entscheiden. Das Break zum 4:3 bedeutete die Entscheidung. Federer nutzte seinen fünften Matchball zum Einzug in die zweite Runde. Dort dürfte es aber nicht leichter zugehen. Der Schweizer trifft auf den Franzosen Julien Benneteau, der Federer vor wenigen Wochen in Wimbledon am Rande einer Niederlage hatte.

Überraschend ausgeschieden ist Tomas Berdych. Der Tscheche, Wimbledon-Finalist von 2010, verlor gegen den Belgier Steve Darcis mit 4:6, 4:6 und setzte seinen Negativtrend fort. Auch in Wimbledon war Berdych in der ersten Runde ausgeschieden. Eine Runde weiter sind hingegen die gesetzten Janko Tipsarevic (6:3, 6:4 gegen David Nalbandian), Juan Martin del Potro (6:4, 6:1 gegen Ivan Dodig) und John Isner (7:6, 6:4 gegen Olivier Rochus). (Text: cab; Foto: GEPA pictures)

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