Alexander Zverev und Federer-Management TEAM8 trennen sich
Alexander Zverev hat bekannt gegeben, dass er künftig fast ausschließlich auf seine Familie setzen wird.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
18.01.2021, 08:21 Uhr
Er habe sich ausführlich Gedanken gemacht um die kurzfristigen und langfristigen Strategien für seine Zukunft. "Und deswegen, und aufgrund der weiterlaufenden weltweiten Restriktionen, habe ich mich entschlossen, back to the roots zu gehen mit meiner Familie im Trainingsbereich sowie Mischa und Sergei Bubka im Management", schrieb Zverev auf Instagram. Er wollte TEAM8 für die großartige Arbeit und unglaubliche Erfahrung danken, "aber wir spüren beide, dass es die richtige Entscheidung ist, dass meine Familie wieder eine größere Rolle übernimmt."
TEAM8, das von Federers Manager Tony Godsick gegründet wurde und an dem auch Federer beteiligt ist, hatte erst 2019 die Zusammenarbeit mit Zverev begonnen. Zverev selbst befand sich bis zuletzt in einem Rechtsstreit mit seinem alten Manager Patricio Apey, der im Dezember 2020 endlich zuende gegangen war.
Zverev: Viele Skandale in 2020
Speziell außerhalb des Platzes hatte Zverev in 2020 jedoch für einige Schlagzeilen gesorgt: Zum einen durch seinen Auftritt bei der skandalträchtigen Adria-Tour von Novak Djokovic und der anschließenden Party in Monte Carlo, wo Zverev seine selbst auferlegte Corona-Quarantäne unterbrach. Zum anderen durch die Anschuldigungen häuslicher Gewalt seiner Ex-Freundin Olya Sharypova. Und durch die Bekanntgabe, dass er 2021 ein Kind von seiner letzten Freundin Brenda Patao erwarte.
Nach der Monaco-Party hielten sich Zverev und sein Management im Sinne einer Erklärung/Entschuldigung komplett zurück, Zverev selbst verließ eine Pressekonferenz, als entsprechende Fragen aufkamen.
Gerade erst von David Ferrer getrennt
Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass auch David Ferrer in 2021 nicht mehr als Trainer von Zverev fungieren wird - die beiden hatten im Spätsommer 2020 ihre Zusammenarbeit nach einer Testphase begonnen und mit Zverevs Turniersiegen in Köln sowie dem Finale bei den US Open - wo Ferrer noch nicht offiziell als Trainier fungierte - gute Erfolge erzielt. Es sei für ihn "nicht der richtige Zeitpunkt für eine Zusammenarbeit", die Familie stehe über allem, wurde Ferrer zitiert.