ATP Masters Miami: Macht Mensik heute den Rune?

Jakub Mensik geht als Außenseiter in das heutige Endspiel beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami. Aber Novak Djokovic wird aus eigener Erfahrung gewarnt sein.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 08:15 Uhr

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Jakub Mensik spielt heute um den Titel in Miami
© Getty Images
Jakub Mensik spielt heute um den Titel in Miami

Um das Endspiel eines ATP-Masters-1000-Turniers zu erreichen, müssen stets ein paar Dinge zusammenkommen. Da wäre zum Beispiel einmal eine aktuell gute Form. Die hat Jakub Mensik in den vergangenen Tagen allemal bewiesen. Sei es bei seinem Erfolg gegen Indian-Wells-Champion Jack Draper, dem letztlich eindeutigen Sieg gegen Zverev-Bezwinger Arthur Fils oder beim Thriller gegen Taylor Fritz im Halbfinale. Ein bisschen Glück schadet aber auch nicht - wie etwa der Rückzug von Landsmann Tomas Machac vor dem Achtelfinale gegen Mensik. Die beiden hatten sich ja vor wenigen Wochen in Acapulco getroffen, mit dem besseren Ende für Machac.

Beides, gute Form und auch ein bisschen Spielglück, wird der 19-jährige Tscheche heute brauchen. Für Novak Djokovic steht bekanntlich der 100. Turniersieg zur Disposition. Und mit Ausnahme des zweiten Satzes gegen Sebastian Korda hat der serbische Großmeister bislang nicht einmal mit de Wimper gezuckt. Dass sich Djokovic während seiner Matches dennoch ab und zu intensiv mit Coach Andy Murray ausgetauscht hat, spricht wohl auch dafür, wie ernst es ihm ist, den angepeilten Meilenstein schon in Miami zu erreichen.

Erfahrungswerte mit Jakub Mensik hat Novak Djokovic nur bedingt, das einzige Match im vergangenen Herbst in Shanghai konnte er aber in drei Sätzen für sich entscheiden. 

Mensik gegen Djokovic in Shanghai zu nervös

Aber aus eigener Erfahrung weiß Djokovic auch: In einem 1000er-Endspiel können auch eigenartige Dinge passieren. So wie 2022 in Paris-Bercy. Damals stand Djokovic im Finale der junge Holger Rune gegenüber, der sich mit Siegen über Stan Wawrinka, Hubert Hurkacz, Andrey Rublev, Carlos Alcaraz (nach Aufgabe im zweiten Satz) und Félix Auger-Aliassime durch eine Reihe prominenter Spieler gekämpft hatte. Und der dann auch vor Novak Djokovic nicht in Ehrfurcht erstarrte, auch nicht nach verlorenem ersten Satz. Rune gewann dieses Endspiel mit 3:6, 6.3 und 7:5.

Ein bisschen Ehrfurcht wird Jakub Mensik in das Miami-Finale dennoch mitbringen. Schließlich wird er nicht müde zu betonen, dass Djokovic sein großes Vorbild ist. In Shanghai hätte er noch mit seiner Nervosität zu kämpfen gehabt, seitdem habe er sich mental weiterentwickelt, so Mensik. 

Und: „Natürlich fühle ich, dass mir die Bedingungen und alles andere hier sehr liegen. Ich fühle mich auf dem Court richtig wohl. Ich erde also am Sonntag rausgehen um zu gewinnen. Kein Zweifel.“

Novak Djokovic wird die Botschaft vernommen haben.

Hier das Einzel-Tableau in Miami

von Jens Huiber

Sonntag
30.03.2025, 13:15 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 08:15 Uhr