ATP Miami: Guter Sport, bescheidener Spielplan - wer kennt sich da noch aus?
Heute geht das ATP-Masters-1000-Turnier in Miami zu Ende. Sportlich gilbt es wenig zu beklagen. Organisatorisch dagegen schon.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
30.03.2025, 20:42 Uhr

Darf man dieser Tage die ATP überhaupt noch kritisieren? Oder sollte man sich nicht doch solidarisch gegen die teilweise hanebüchenen Angriffe durch die PTPA zeigen? Nein: Kritik muss immer erlaubt sein. Und wenn man sich die eineinhalb Turnierwochen in Miami ansieht, dann gibt es doch ein, zwei Dinge, die zumindest diskussionswürdig sind.
Und da ist in erster Linie der Spielplan zu nennen. Kennt sich denn noch irgendjemand aus, wann welche Runde gespielt wird? Das ist bei Grand-Slam-Turnieren in der frühen Phase manchmal auch nicht ganz einfach. Aber in Miami und Indian Wells, nein, eigentlich bei allen 1000ern, die auf zehn oder mehr Tage aufgeblasen wurden, wirklich kein Spaß.
Djokovic um große, Andreeva um kleine Geschichte
Es ist natürlich absolut unrealistisch, dass sich die Uhr noch einmal zurückdrehen lässt. Und damit gibt es nur zwei 1000er, die den Fans ab Donnerstag kompakt Weltklasse-Tennis bieten: Monte-Carlo und das Hallenturnier in Paris, das ab diesem Jahr ja einen neuen Austragungsort hat. Bei letzterem herrscht noch dazu absolute Planungssicherheit. Denn, um eine kleine Lanze für Miami zu brechen, zumindest die Achtelfinalpartien hätten auch an einem einzigen Tag stattfinden sollen. Dass es in Florida im Frühjahr ab und zu auch feucht auffrischen kann, da kann man Turnierdirektor James Blake und Co. wirklich keinen Vorwurf machen.
Eine schöne Idee wäre übrigens auch gewesen, vielleicht beide Einzel-Finals an einem Tag durchzuführen. Aber gut: So könnte eben am heutigen Sonntag Historisches passieren. Im Kleinen und im Großen. Zunächst könnte nämlich Mirra Andreeva ein „kleines“ Sunshine Double schaffen, wenn sie nämlich nach dem Einzel-Erfolg in Indian Wells an der Seite von Diana Shnaider in Miami wenigstens das Doppel gewinnt. Und dann hat Novak Djokovic den 100er im Auge. So wie man den serbischen Großmeister kennt, wird er sich von Jakub Mensik nicht vom Weg abbringen lassen. So erfrischend der tschechische Youngster bislang in Miami auch aufgetreten ist.
Hier das Einzel-Tableau in Miami