Der geschlagene Kindheitsheld Djokovic
Es hätte der 100. Titel auf der ATP-Tour für Novak Djokovic werden können, aber der erst 19-jährige Jakub Mensik hatte andere Pläne.
von Johanna Brauer
zuletzt bearbeitet:
31.03.2025, 10:57 Uhr

Mensik brillierte in zwei Sätzen gegen den serbischen Ausnahmespieler und sicherte sich so den ersten Tour-Titel seiner noch jungen Karriere. Er gehört neben Michael Chang, Rafael Nadal, Carlos Alcaraz und Holger Rune zu den jüngsten Spielern, die ein Masters-Turnier gewinnen konnten.
Als niedrigstplatzierter Turniersieger in der Geschichte der Miami Open wird man den 19-Jährigen nun an Position 24 der Welt wiederfinden.
Mensik, der sich mit dem Finalsieg über 1.124.380 US-Dollar freuen kann, hat mit seinem ersten Titel in Florida ein riesiges Ausrufezeichen gesetzt. Und der 19-Jährige ist bereit für mehr. „Dies ist der größte Erfolg meiner bisherigen beruflichen Laufbahn, aber mir ist klar, dass meine Reise hier nicht enden kann. Mir ist klar, dass dies erst der Anfang ist, ich bin hungrig nach viel mehr“, sagte Mensik, nachdem er sein Kindheitsidol Djokovic besiegen konnte. Für den Serben fand der 19-Jährige natürlich auch nur anerkennende Worte: “Ich habe wegen Dir angefangen Tennis zu spielen.”
Ein Finale der Generationen und neuen Rekorde
Der viertgesetzte Djokovic trat als ältester Finalist bei einem Masters-Turnier an und hätte mit einem Sieg unglaubliche 41 ATP-1000-Titel gewonnen. Nicht der 100. Titel, aber ein Aspekt, der sicherlich immer Teil von Djokovics Vermächtnis bleiben wird, ist sein Engagement für junge Tennisspieler und der Sportsgeist, den er bei Niederlagen zeigt: „Es ist nie angenehm zu verlieren, aber ich muss sagen, dass Jakub einer der wenigen Spieler ist, gegen die ich mich am meisten freue, wenn ich in einem Finale unterliege.“
„Ich lernte ihn kennen, als er 15 oder 16 Jahre alt war, und lud ihn zu einem gemeinsamen Training in Belgrad ein. Seine Entwicklung zu sehen, ist fantastisch. Schon vor drei oder vier Jahren habe ich vorausgesagt, dass er einer der Besten der Welt werden würde“, erklärte Djokovic weiter. Aussagen eines Kindheitsidols, die der 19-jährige Mensik vielleicht nicht einrahmen, aber auf jeden Fall nicht vergessen wird.
Hier das Einzel-Tableau der Herren