WTA Charleston: Das letzte Hochamt auf grünem Sand

Beim WTA-Tour-500-Turnier in Charleston konzentriert sich alles auf die Spielerinnen aus den USA. Und auf zwei Olympiasiegerinnen.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 11:46 Uhr

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Danielle Collins kommt als Titelverteidigerin nach Charleston
© Getty Images
Danielle Collins kommt als Titelverteidigerin nach Charleston

Taylor Fritz hat im vergangenen Jahr in München erzählt, dass er erst als fortgeschrittener Teenager erstmals Bekanntschaft mit dem roten Tennissand gemacht habe. Wen überhaupt, dass hätte Erin seiner Jugend auf der in den USA üblichen grünen Asche gespielt. Und das sei eigentlich ein komplett anderer Belag, weil, so Fritz, der grüne Sand deutlich grobkörniger und, ja, schmutziger sei als der rote.

Somit sollte man vielleicht nicht allzu tiefgründige Schlüsse vom nun beginnenden WTA-Tour-500-Turnier in Charleston auf etwaige Exploits bei den French Open ziehen. In Charleston wird bekanntlich das letzte Hochamt auch grünem Sand gefeiert, die Besetzung 2025 hat einen stark US-amerikanischen Einschlag. Was nicht gegen das Turnier spricht.

Wir erinnern uns: Im vergangenen Jahr hatte Danielle Collins als frisch gekürte Siegerin von Miami in Charleston gleich noch einen draufgelegt.  Darauf deutet in der aktuellen Saison wenig hin. Collins wurde als Nummer sieben in das oberste Viertel des Tableaus gelost, könnte im Viertelfinale auf Landsfrau und gemäß Setzliste Favoritin Jessica Pegula treffen.

Keys könnte auf Kasatkina treffen

Ganz unten ist Madison Keys platziert, die vor auch schon zehn Jahren ihren ersten Auftritt in Charleston hatte. Und 2019 eben dort mit einem Finalsieg gegen Caroline Wozniacki den Titel holen konnte. Geht es nach der Papierform, könnte Keys im Viertelfinale auf eine Australierin treffen. Erstmals tritt nämlich Daria Kasatkina unter der Flagge ihres neuen Heimatlandes an. Vor knapp zwölf Monaten hat Kasatkina übrigens das Endspiel in Charleston erreicht.

Aus lokalpatriotischer Sicht ist sicherlich auch das dritte Viertel des Rasters von Interesse, schließlich sind dort Emma Navarro und Amanda Anisimova platziert. Und auch zwei Olympiasiegerinnen geben Charleston 2025 die Ehre, nämlich Qinwen Zheng und Belinda Bencic. Die Schweizerin hat sich 2022 in der hiesigen Siegerliste verewigt, mit einem Finalsieg gegen Ons Jabeur. Im Jahr darauf drehte die Tunesierin im Endspiel den Spieß um. Bencic startet gegen Erika Andreeva und könnte danach auf die immer unterhaltsame und nie berechenbare Jelena Ostapenko treffen.

Hier das Einzel-Tableau in Charleston

von Jens Huiber

Sonntag
30.03.2025, 16:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 11:46 Uhr