ATP Monte-Carlo: Darf Papa Tsitsipas wenigstens hier in die Box von Stefanos?

Erstmals versucht Stefanos Tsitsipas ohne seinen Vater Apostolos sein Glück im Monte-Carlo Country Club. Immerhin Mutter Julia Salnikova ist noch mit an Bord.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.04.2025, 18:59 Uhr

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Stefanos Tsitsipas vor einem Jahr in Monte-Carlo
© Getty Images
Stefanos Tsitsipas vor einem Jahr in Monte-Carlo

Stefanos Tsitsipas hat in diesem Jahr ja einen Punkt auf seiner Bucket List abgehakt, in Dubai gelang ihm der erste Erfolg bei einem Turnier der ATP-Tour-500-Kategorie. Das war nun nicht gerade eine Initialzündung für einen beeindruckenden Lauf von Tsitsipas, in Indian Wells kam das Aus im Achtelfinale gegen Holger Rune, in Miami schon eine Runde früher gegen Sebastian Korda. Aber das war auf Hartplatz. Jetzt ruft der Sand. Und der Monte-Carlo Country Club.

Das traditionsreiche Masters im Fürstentum genießt ja eine Art Sonderstatus, wenn auch nicht auf die gute Art und Weise. Denn im Gegensatz zu den übrigen acht 1000ern ist Monte-Carlo für die Topspieler keine Pflichtveranstaltung. Dass die meisten Asse dennoch an der Cote d´Azur aufschlagen, versteht sich dennoch von selbst. Schließlich werden Preisgelder in angemessener Höhe ausgeschüttet, die Atmosphäre vor Ort ist zugegeben grandios. Aber man muss eben auch erst mal so richtig reinkommen in die Sandplatzsaison. Und das ist Stefanos Tsitsipas in den vergangenen Jahren bemerkenswert gut gelungen.

Mutter Julia Salnikova begleitet Stefanos

2021, 2022 und 2024 hat der mittlerweile 26-Jährige ein Viertel seiner insgesamt zwölf Titel auf der ATP-Tour in Monte-Carlo geholt. Im vergangenen Jahr besiegte Tsitsipas im Endspiel Casper Ruud, auch einer derjenigen Spieler, die den Turnieren auf roter Asche mit besonderer Freude entgegen blicken. So konstant gut Stefanos Tsitsipas in Monte-Carlo gesielt hat, so konstant war indes auch seine Box besetzt: mit Papa Apostolos.

Das wird 2025 nicht der Fall sein. Apostolos Tsitsipas begleitet seinen erfolgreichsten Sohn schon seit mehreren Monaten nicht mehr, immerhin darf Mutter Julia Salnikova noch ein bisschen über Radio Tsitsipas aus der Spielerbox senden. Schließlich bringt auch die Frau Mama Tennis-Expertise mit, hat sich früher auf der WTA-Tour versucht.

Tsitsipas muss 1.000 Punkte verteidigen

Aber wäre nicht Monte-Carlo genau der richtige Ort, um die gesamte Familie wieder zusammen zu bringen? Es sieht nicht danach aus. Dem Vernehmen nach reist Apostolos Tsitsipas aktuell mit Stefanos Sakellaridis durch den Tenniszirkus. Und das bedeutet dann halt eher Challenger in Hersonissos als Masters in Monte-Carlo. Immerhin doppelt Sakellaridis mit Petros Tsitsipas, dem jüngeren Bruder von Stefanos,  einigermaßen erfolgreich auf.

Ansonsten soll es im Moment keinen guten Draht zwischen Vater und Sohn geben. Der aber vielleicht gerade jetzt wichtig wäre: Denn wiewohl Stefanos Tsitsipas in den ATP-Charts wieder unter den besten zehn Spielern vertreten ist, so müssen die 1.000 Punkte von Monte-Carlo 2024 ja verteidigt werden. Da würde väterlicher Rat nicht schaden.

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04.04.2025, 07:59 Uhr
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