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DTB-Profi Mina Hodzic von der ITIA für drei Monate gesperrt

Trotz aktuellem Karrierehoch muss die deutsche Jung-Profispielerin Mina Hodzic einen sportlichen Rückschlag hinnehmen und wurde von der ITIA wegen Verstoßes gegen das Anti-Korruptionsprogramm für drei Monate gesperrt. Leichte Parallelen gibt es dabei zum Fall der ehemaligen Wimbledonsiegerin Elena Rybakina.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 20:18 Uhr

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Aufgrund der verbotenen Zusammenarbeit mit einem suspendierten Trainer wurde Mina Hodzic von der ITIA für drei Monate gesperrt.

Sportlich hat die deutsche Profispielerin Mina Hodzic trotz ihres jungen Alters schon viel erlebt. Bereits mit 14 Jahren sicherte sie sich den Titel der Deutschen Jugendmeisterin in ihrer Altersklasse und wurde früh als großes Versprechen für die Zukunft gehandelt. Im Corona-Jahr sicherte sie sich zudem den Titel der vom DTB veranstalteten Next-Gen-Series. Jedoch wurde ihr Aufstieg auch öfters von Verletzungen gebremst, wodurch sie nach mehrmaligem Einzug in die Top 500 wieder zurückgeworfen wurde.

Die letzten 12 Monate waren jedoch geprägt von konstant starken Ergebnissen, weshalb sich die Spielerin aus Moers um knapp 330 Plätze auf ihr aktuelles Karrierehoch mit Platz 409 verbessern konnte. Das Ergebnis eines für sie perfekten Umfelds – sollte man meinen.

Wie die International Tennis Integrity Agency nun verkündete, wurde Hodzic wegen des Verstoßes gegen das Anti-Korruptionsprogramms für drei Monate bis zum 05.06.2025 gesperrt und darf in dieser Zeit an keinen offiziellen Tennis-Events als Spielerin, Trainerin oder Besucherin teilnehmen. Zudem erhielt sie eine Geldstrafe von knapp 1000 US-Dollar, die sie ebenfalls wie die Turniersperre ohne Einspruch akzeptierte.

Bestraft wurde die 22-jährige, da sie von Jordi Marse-Vidri, der eine 15-jährige Sperre wegen Spielmanipulation verbüßt, bei einer überdachten Veranstaltung in Barcelona trainiert wurde. Zudem wies die ITIA bei der Verkündung auch darauf hin, dass sie Hodzic bereits vor der Veranstaltung von der verbotenen Zusammenarbeit mit dem ehemaligen spanischen Tennisprofi informiert hätte.

Marse-Vidri war einer von sechs Tennisspielern, die 2022 aufgrund von strafrechtlichen Verurteilungen wegen Spielmanipulationen von spanischen Gerichten gesperrt wurden. Neben seiner Sperre, die bis 2035 Gültigkeit hat, wurde er zu einer Geldstrafe von 15.000 US-Dollar verurteilt und erhielt zudem eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung.

Die unzulässige Zusammenarbeit mit einem gesperrten Coach sorgt gerade weltweit im Fall von Elena Rybakina für großes Aufsehen. Dort betrifft die Sperre aber bislang nur ihren Übungsleiter Stefano Vukov, der aufgrund seiner umstrittenen Coaching-Methoden im Umgang mit seiner Spielerin von der WTA suspendiert wurde.

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Rybakina Elena

von Dietmar Kaspar

Sonntag
30.03.2025, 20:28 Uhr
zuletzt bearbeitet: 30.03.2025, 20:18 Uhr

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