Nach Draper und Mensik: Gibt es auch in Monte-Carlo einen Überraschungssieger?
Das ATP-Masters-1000-Event in Monte-Carlo (6. bis 13. April) wirft seine Schatten voraus. Wer kann diesmal überraschen?
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
31.03.2025, 20:03 Uhr

Jack Draper in Indian Wells und Jakub Mensik in Miami: Die ersten beiden ATP-Masters-1000-Turniere des Jahres boten faustdicke Überraschungen. Schon am kommenden Sonntag fällt in Monte-Carlo der Startschuss für das nächste 1000er-Event, die Favoriten sind wie bereits beim “Sunshine Double” Alexander Zverev, Carlos Alcaraz und Novak Djokovic. Wobei insbesondere die beiden Erstgenannten in den USA alles andere als einen guten Eindruck hinterließen.
Während Zverev einmal in Runde zwei (Indian Wells) und einmal im Achtelfinale (Miami) scheiterte, setzte es für Alcaraz nach dem Halbfinaleinzug in der kalifornischen Wüste eine Auftaktpleite in Florida. Ob es in Monte-Carlo für die beiden besser laufen wird? Ein Blick in die Vergangenheit lässt das nicht unbedingt erwarten, blieben doch sowohl Zverev als auch Alcaraz noch ohne den ganz großen Erfolg im Fürstentum.
Alcaraz in Monte-Carlo noch ohne Sieg
Zverev erreichte beim prestigeträchtigen Sandplatzevent immerhin zweimal das Halbfinale (2018 und 2022), im Gegensatz dazu wartet Alcaraz in Monte-Carlo noch auf seinen ersten Sieg. Wobei die Dreisatzniederlage gegen Sebastian Korda vor drei Jahren nicht unbedingt eine aussagekräftige Stichprobe darstellt.
Und was ist mit Djokovic? Der 37-Jährige ließ im Miami-Finale gegen Mensik zwar die Chance auf seinen 100. Titel aus, hatte in Florida gemäß eigener Aussage aber “mehr Spaß als bei jedem anderen Turnier in den vergangenen paar Jahren”. Diese wiederentdecke Spielfreude möchte der 24-fache Grand-Slam-Sieger naturgemäß auch auf Sand zeigen.
Tsitsipas startet als Titelverteidiger
In den vergangenen Jahren verlor Djokovic in Monte-Carlo oft ungewohnt früh, 2013 und 2015 kürte sich der Serbe im Fürstentum aber zum Sieger. Dass der langjährige Weltranglistenerste im Vorjahr - Olympia-Gold im Stade Roland Garros ist Beweis genug - auf Asche sein mitunter bestes Tennis zeigte, dürfte Djokovic zusätzlichen Auftrieb geben.
Als Titelverteidiger startet in Monte-Carlo übrigens Stefanos Tsitsipas, der das Turnier bereits dreimal für sich entscheiden konnte. Auf Rekordsieger Rafael Nadal, der die Sandplatzsaison nach seinem Rücktritt diesmal nicht beehren wird, fehlen dem Griechen allerdings noch acht Titel.