WTA: Świątek oder Gauff - wer findet schneller wieder in die Spur?
Weder Iga Świątek noch Coco Gauff haben bislang ein Einzelturnier auf der WTA-Tour 2025 gewonnen. Und das erste Quartal ist schon rum!
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
28.03.2025, 14:30 Uhr

Schön langsam geht die Tennissaison 2025, die ja nicht allzu lange nach den Weihnachtsfeiertagen 2024 begonnen hat, vom März in den April über, das heißt auch: bis auf weiteres von Hartplatz auf Sand. Und wer hätte es gedacht: Im ersten Quartal fehlen auf den Siegerlisten der WTA-Turniere die Namen Iga Swiatek und Coco Gauff. Gut, das mag jetzt nicht ganz korrekt sein, schließlich hat Gauff ja mit dem US-amerikanischen Team ja den United Cup gewonnen. Aber eben kein „klassisches“ WTA-Turnier.
Was angesichts der Ausgangsposition ziemlich überraschend ist. Schließlich hat Gauff die vergangene Saison nachgerade brillant abgeschlossen, in Peking ihr zweites WTA-Tour-1000-Turnier und anschließend auch die WTA Finals in Saudi-Arabien gewonnen. Womit Gauff überhaupt nicht geheim als Favoritin zu den Australian Open angereist ist. Nur um dort an Paula Badosa zu scheitern.
Gauff mit zu vielen Fehlern
Die letzten Wochen entwickelten sich dann zu einem einzigen Trauerspiel, egal ob im Nahen Osten, in Indian Wells oder nun in Miami. Magda Linette hat eine sehr durchschnittliche Leistung gereicht, um Gauff aus dem Tableau zu kicken. Denn die „Arbeit“ hat die US-Open-Siegerin von 2023 beinahe zur Gänze selbst erledigt. Mehr als 40 Fehler ohne Not in zwei Sätzen - das reicht nur in den seltensten Fällen zu einem Erfolgserlebnis.
In der Theorie würde man nun vielleicht sagen: und jetzt auch noch Sand! Aber vielleicht ist es ja genau das, was Gauff braucht: Etwas mehr Zeit, um sich bei der Vorhand richtig zum Ball zu stellen. Was die zweite große Baustelle, den Aufschlag, betrifft, ist guter Rat dagegen teuer.
Swiatek in Stuttgart am Start
Und Iga Świątek? Die ist auf Sand während der letzten Jahre nur selten unvorbereitet zur Arbeit gekommen. Und eigentlich wollte sie sich mit der Verpflichtung von Wim Fissette ja ein Stück weiterentwickeln. Vielleicht beobachten wir auch gerade den Prozess dorthin - aber aktuell, siehe die Niederlage gegen Alexandra Eala in Miami, hat Swiatek einiges von ihrem Nimbus verloren. Zumal der letzte Turniersieg ja in Roland-Garros 2024 zustande gekommen ist.
Die deutschen Tennisfans können sich übrigens aller Voraussicht nach live und vor Ort ein Bild darüber machen, ob Swiatek oder Gauff schneller wieder in die Spur finden: Beide werden beim Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart an den Start gehen.