ATP-Masters Monte-Carlo: Alexander Zverev - Bislang weit weg vom „Heimsieg“

Schafft Alexander Zverev beim ATP-Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo erstmals den Sprung ins Finale? Oder kann er sogar den Titel holen?

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.04.2025, 07:46 Uhr

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Alexander Zverev im vergangenen Jahr in Monte-Carlo
© Getty Images
Alexander Zverev im vergangenen Jahr in Monte-Carlo

Alexander Zverev hat ja mehrere Heimturniere. Da wäre einmal jenes in seiner Geburtsstadt Hamburg, unter all jenen deutschen Turnieren, die Zverev gerne bestreitet, wohl das wichtigste. Dann, und das wurde an dieser Stelle ja schon öfters angeführt, fühlt sich der Olympiasieger von Tokio 2020 in Acapulco wie zuhause. Einfach so, ohne besonderen Grund hat Alexander Zverev dort vom Feeling her ein gutes Gefühl (ob Zverev wohl mit dem Zitatenschatz von Andreas Möller vertraut ist?).

Geht es aber nach dem Lebensmittelpunkt, dann steht in der kommenden Woche das einzig wahre Heimturnier des 27-jährigen Ausnahmekönners an: im Monte-Carlo Country Club. Die Crux bei der Sache: Während Zverev in Hamburg und auch in Acapulco jeweils schon mindestens einmal den Titel geholt hat, sieht die Bilanz im Fürstentum eher so semi aus.

Rätselhafte Niederlagen gegen Nishikori, Goffin, Medvedev

14 Siege in 22 Matches, das wäre solide für einen Durchschnittsspieler. Für einen Mann wie Alexander Zverev kann es indes nicht gut genug sein. Zumal sich unter die acht Niederlagen ein paar gemischt haben, die einen auch Jahre später noch rätseln lassen. Wie jene im Halbfinale 2018 gegen Kei Nishikori. Oder das 4:6 und 6:7 (7) gegen David Goffin im Achtelfinale 2021. Besonders tief in die Erinnerung hat sich das Aus gegen Daniil Medvedev im Achtelfinale 2023 eingegraben. Die Begleitumstände dieser Niederlage haben ja immerhin dazu geführt, dass die Tennis-Weltöffentlichkeit erfuhr, dass es mit der angeblichen Freundschaft zwischen Meddy und Sascha doch nicht so weit her sei.

Zverev startet als Nummer eins

Ganz besonders ungelegen kommen Alexander Zverev in Monte-Carlo aber Treffen mit Stefanos Tsitsipas. So auch im letzten Jahr. Da hatte Zverev zum Auftakt Sebastian Ofner besiegt, dann im zweiten Satz einen 0:5-Rückstand gegen Tsitsipas aufgeholt. Der Grieche schien tatsächlich bereit, das Match aus der Hand zu geben, aber Zverev lehnte die Einladung dankend ab. 2022 hatte er im Halbfinale ebenfalls gegen Tsitsipas verloren, damals allerdings knapp.

Das Gute ist: Noch weiß niemand, wer denn auf Sand schon in Monte-Carlo in Hochform ist. Der mittlerweile dreimalige Champion Tsitsipas wird wohl zu berücksichtigen sein, ebenso wie Vorjahresfinalist Casper Ruud. Wie es um Carlos Alcaraz bestellt ist? Aus Sicht des Spaniers muss man sagen: hoffentlich besser als in Miami. Es scheint also alles drin zu sein. Für alle. Und auch für die papierformgemäße Nummer eins von allen: Alexander Zverev.

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von Jens Huiber

Donnerstag
03.04.2025, 07:56 Uhr
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